Programm

Johann Strauss Sohn war ein österreichischer Komponist und Dirigent, der mit seinen beliebten Walzerkompositionen, wie etwa  „An der schönen blauen Donau“, „Wiener Blut“ oder dem „Kaiserwalzer“ im 19. Jahrhundert zum „Walzerkönig“ avancierte und diese Stellung in der Musikgeschichte bis heute einnimmt. Sein einzigartiges Gesamtwerk umfasst mehr als 500 Walzer, 16 Operetten, Polkas, Quadrillen, ein Ballett und eine Oper.

Johann Strauss Orchester

Anders als W. A. Mozart, ist Johann Strauss gebürtiger Wiener. Er wurde 1825 als Sohn seines gleichnamigen Vaters hier geboren, und kehrte auch nach seinen umfangreichen Konzertreisen immer gerne in seine Heimatstadt zurück. Seine Wertschätzung gegenüber Wien machte er öffentlich immer wieder deutlich: „Es gibt nur eine imperiale Stadt. Es gibt nur ein Wien.“

Dem Vorbild seines Vaters folgend, strebte auch der junge Johann eine Karriere als Kapellmeister an. Im Alter von 19 Jahren gab er sein erstes Konzert in Wien, welches zu einem riesigen Erfolg werden sollte: Im Dommayer Casino, welches damals für seine kulturellen Veranstaltungen berühmt war, nahm das Publikum die Stücke des jungen Strauss begeistert auf. Auch nach vielen Zugaben forderten die überwältigten Konzertbesucher die Fortsetzung der stilistisch einzigartig vorgetragenen Meisterwerke. Über Nacht wurde Johann Strauss zum gefeierten Star und sein Ruf als begnadeter Musiker verbreitete sich in den Folgejahren rasch. Sein Vater war von diesen Geschehnissen wenig begeistert: Sein Sohn war plötzlich zu seinem größten Konkurrenten geworden.

Johann Strauss Statue im Wiener Stadtpark

In den folgenden Jahren bereiste der junge Strauss Europa und Nordamerika und löste weltweit eine regelrechte „Strauss-Hysterie“ aus. Gemeinsam mit seinen Brüdern Joseph und Eduard bespielte der gefeierte Weltstar die wichtigsten Konzerthäuser der Welt.  Bis 1864 komponierte der Musiker ausschließlich Tanzmusik und verhalf dem Walzergenre so zu seiner Blütezeit, was ihm seinen bis heute erhaltenen Ruf als „Walzerkönig“ einbrachte. 3 Jahre später wurde das bekannte Stück „An der schönen, blauen Donau“ uraufgeführt, das als Donauwalzer noch heute als inoffizielle Hymne Österreichs bezeichnet wird.

Später widmete sich Strauss auch anderen Tänzen wie der Polka, Galopp, Marsch oder Csárdás und begründete mit seinen Werken „Die Fledermaus“ und „Der Zigeunerbaron“ die „Goldene Ära der Wiener Operette“. Bei seiner Beisetzung im Juni 1899 wurde er unter großer öffentlicher Anteilnahme am Wiener Zentralfriedhof verabschiedet. Seiner großen Bedeutung für die Stadt Wien wurde mit der Errichtung der berühmten, goldenen Strauss-Statue im Wiener Stadtpark gedacht.