Johann Strauss (Sohn) wurde am 25. Oktober 1825 in Wien geboren. Er stellte durch seine Kompositionen der sogenannten „leichten Muse“ alles Vergleichbare in den Schatten. Im Jahr 1844 debütierte er mit seiner eigenen Kapelle mit sensationellem Erfolg in Dommayers Casino in Hietzing. Ein beispielloser Siegeszug begann, der ihn unter anderem auch gemeinsam mit seinen Brüdern Joseph und Eduard in den Kursalon Wien führte. Groß angelegte Konzertreisen ab 1856 quer durch Europa und die Amerikaserie 1872 lösten eine wahre „Strauss-Hysterie“ aus. Seine Popularität war unübertroffen. Strauss widmete sich neben dem Walzer auch anderen Tänzen wie Polka, Galopp, Marsch und Csárdás. Durch seinen Kontakt zu Jacques Offenbach entdeckte er die Operette, die er selbst als „komische Oper“ titulierte. Mit Werken wie „Die Fledermaus“ und „Der Zigeunerbaron“ führte er die Zeit der goldenen Wiener Operette zum Höhepunkt. Johann Strauss (Sohn) starb am 3. Juni 1899 in Wien.
Wiener Walzer
Die Vorläufer des Walzer reichen bis ins Mittelalter zurück. Obwohl er als derb und zu volkstümlich galt, erlangte er seit dem Wiener Kongress (1814/15) weltweite Verbreitung und erfasste alle Schichten der Gesellschaft. Zentrum des Walzers wurde nach 1800 Wien. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Walzer zu einer autonomen Konzertform, welche durch die Großmeister des Walzers im Vormärz Josef Lanner, Johann Strauss (Vater) sowie dessen Söhne Joseph und Eduard geprägt war. Spricht man vom „Wiener Walzer“ so werden damit zweifellos die Walzerkompositionen des Johann Strauss (Sohn) assoziiert, die einen Höhepunkt in der Entwicklung darstellten. Der klassische Konzertwalzer beginnt mit einer Introduktion, an die sich eine Folge von meist fünf Walzern anschließt und endet mit der Coda, in der die vorangegangenen Melodien noch einmal anklingen. Der ¾ Takt des Walzers erhält den charakteristisch wienerischen Schwung durch leichte, intuitive Antizipation des zweiten Schlages. Der wohl bekannteste aller Walzer ist jener von Johann Strauss (Sohn) „An der schönen blauen Donau“ op. 314, der zur heimlichen Hymne Österreichs wurde.
Wolfgang Amadeus Mozart - das Wunderkind
Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Jänner 1756 in Salzburg geboren. Bereits im Alter von vier Jahren erhielt er bei seinem Vater Leopold Mozart Musikunterricht und lernte Violine, Klavier und Komposition. Mit fünf Jahren lagen seine ersten Kompositionen vor und 1762 folgten seine ersten Auftritte als Wunderkind in Wien und München. Von 1769 bis 1781 war er als Konzertmeister am bischöflichen Hof in Salzburg tätig und absolvierte zahlreiche Reisen, unter anderem drei in das damals führende Musikland Italien. Ab 1781 lebte Mozart als freischaffender Komponist und Musiklehrer in Wien, wo auch viele seiner bedeutendsten Opern entstanden. Hier verstarb Wolfgang Amadeus Mozart am 5. Dezember 1791. Trotz seines frühen Todes umfasst sein Lebenswerk über 600 Kompositionen und er gilt als einer der bedeutendsten Musikschaffenden, die die Menschheit je hervorgebracht hat.